Werde Teil eines Regionalsenders

Der Friesische Rundfunk besteht seit 2005 und feiert am 19. September 2019 seinen 14. Geburtstag. Damals begann der Start mit 4:3 – Bildern und mit analoger Sendeabwicklung. Das Fernsehen an sich hat in den letzten Jahren riesige Sprünge gemacht, bei denen ein Regionalsender kaum oder gar nicht mithalten kann. Allein um das neue Sehverhalten zu bedienen, muss sich der Friesische Rundfunk mächtig verbiegen. Hinzu kommen die Kanäle der sozialen Medien. Um alles zu bedienen und Bewegtbild aktuell zu liefern, braucht man eine große Mannschaft. Mit einem Bericht über eine Blumenausstellung, wie im klassischen Regionalfernsehen, bekommt man keine Zuschauer mehr vom Ofen weggelockt.

Der Friesische Rundfunk muss sich der neuen Lage anpassen. In anderen Bundesländern, wie zum Beispiel Bayern, bekommen dort alle 16 Regionalsender finanzielle Unterstützung vom Land. Das reicht für jede kleine TV-Anstalt, um mindestens 20 Mitarbeiter bezahlen zu können. Auch die Einspeisekosten und die Kosten für die technische Programmabwicklung werden vom Bundesland übernommen. Der Friesische Rundfunk bekommt keinen einzigen Cent und lebt nur allein von den Werbeeinnahmen. So kann sich jeder Mensch nun vorstellen, dass das manchmal nicht so einfach ist. Der FRF sollte jetzt andere Wege gehen und sich der neuen Medienwelt anpassen, um am Leben zu bleiben.

Für die Grundlage der Umstellung braucht der Sender weitere Gesellschafter, die an den FRF glauben und mit anpacken. Damit ist gemeint, dass sich jeder neue Gesellschafter mit dem, was er gut kann und gelernt hat, einbringen sollte. So könnte ein Rechtsanwalt zum Beispiel die rechtliche Beratung des Senders übernehmen oder vielleicht auch für O-Töne bei rechtlichen Zuschaueranfragen zur Verfügung zu stehen. Ein Gärtner könnte den Zuschauern regelmäßig kurze Pflanzentipps geben und ein Makler moderiert eine Immobilienshow. Ziel soll sein, trotz des geplanten Umbruchs, weiterhin auch ein Stück Heimat ins Wohnzimmer zu liefern – nur halt schneller. Jeder neue Gesellschafter muss für einen Prozent Firmenanteil 5.000,00 EUR einzahlen. Dass Geld soll für weiteres Personal und für die neue Programmstruktur eingesetzt werden.

Um den TV-Sender neu aufzustellen, braucht man auch eine höhere Reichweite. Im Kabelnetz ist es durchaus möglich, weitere Landkreise anzuschließen. FRF hat eine Lizenz für das gesamte niedersächsische Gebiet. In Niedersachsen gibt es insgesamt 37 Landkreise sowie acht kreisfreie Städte. Derzeit erreicht der Friesische Rundfunk davon 15 Landkreise und vier kreisfreie Städte. Inzwischen sind die digitalen Möglichkeiten nahezu unbegrenzt. Nur mit einem Handy kann inzwischen eine Liveschaltung in das Studio erfolgen und ersetzt so einen Ü-Wagen. Diese Varianten sollte der Sender nutzen und einsetzen.

Das Programm des Friesischen Rundfunk wird live eingespielt. Für aktuelle Geschehnisse kann somit jederzeit der Hebel umgelegt werden. Bislang ist es so, dass die Meldungen und Beiträge kompakt in 30 Minuten verpackt sind. Dabei lässt es sich nicht vermeiden, auch Meldungen zu senden, die bereits von anderen Medien online den ganzen Tag schon hoch und runter gelaufen sind. Das soll sich mit der neuen Programmstruktur ändern. Sofern eine Nachricht unser Funkhaus erreicht, kommt diese auch nach redaktioneller Bearbeitung unverzüglich auf Sendung. Es gibt sozusagen eine Tages-Timeline, die um 10:00 Uhr beginnt und um 20:00 Uhr endet – ähnlich dem Stil von n-tv oder WELT – nur halt stark regional heruntergebrochen auf unser Sendeland. Für Unterhaltung sorgen kleinere Shows, Servicethemen und Wetterdaten. Zum Entspannen zwischen den Beiträgen liefern Panoramakameras aus dem FRF-Sendeland entsprechende Bilder. Und immer wieder: Rausschalten zu den Reportern und mit viel Live-Bewegtbild arbeiten.

Wenn sich jemand dafür interessiert, Gesellschafter beim FRF zu werden, der sollte sich mit Hilfe unseres Kontaktformulars melden